Low-Tech Swatch Pay als ideale Badi-Uhr

Kreditkarte am Handgelenk: Swatch Blue Ringspay.

«Jede Totsch, hätt e Swotch», hiess es in der Schweiz in den 80ern.

40 Jahre später tickt wieder eine Billig-Uhr an meinem Handgelenk. Aber sie kann noch mehr als die Zeit anzeigen: Nämlich zahlen.

Nein, es ist keine Smartwatch. Weder trackt sie meine Fitness, noch kann ich sie mit dem Handy syncen. Aber sie hat einen NFC-Chip drin. Den kann ich mit meiner Kreditkarte verbinden – und dann funzt es an jedem handelsüblichen Contactless-Zahlterminal.

Und für was ist das gut? Habe ich mich bei der Lancierung 2019 auch gefragt. Diesen Sommer habe ich nun einen für mich praktischen Use case entdeckt: Badi-Uhr!

Wenn ich als Zürcher abends in die Limmat hüpfe, lasse ich gerne das Smartphone zu Hause. Es soll ja nicht geklaut werden. Aber wie bezahle ich dann einen Snack? Bargeld?! PAH! Sicher nicht.

Habe mich darum nach irgendeiner Wearable-NFC-Pay-Lösung umgeschaut. Und nix gefunden. Ausser eben Swatch Pay.

Weil anscheinend kann man nicht nur ein Armbändeli mit Chip verkaufen, hintendran brauchts noch eine eigene Abrechnungslöung. Und die bietet Swatch.

Also kurzerhand im Online-Shop eine Uhr (95 Fr.) bestellt, mit den Kreditkartendaten konfiguriert – und bereits nach zwei Tagen erhalten.

Sofort im Coop ausprobiert. Fail! Nix ging. Bank wusste keinen Rat, Swatch war nur per E-Mail erreichbar.

Also am nächsten Tag in den Swatch-Store an der Bahnhofstrasse. Und dort wurde mir geholfen. Innert Minuten die Uhr über eine spezielle grüne Box nochmals neu konfiguriert. Und es klappte.

Nun kann ich Glacé, Ice Tea oder Pommes-frites easy aus dem Handgelenk bezahlen.

Etwas nervt mich aber an der Swatch seit den 80ern nach wie vor: Das laut tickende Uhrwerk. Aber zum Glück würde das Ding auch funktionieren, wenn die Batterie draussen wäre.

NFC-low-tech sei Dank.

Late to the Skitour-Party

Bö unterwegs am Mutteristock, Redertenstock und dem Biet – mit Blick auf Zürich.

Zum Glück gibts – in diesem Fall – die Corona-Pandemie. Die Aussicht auf geschlossene Skigebiete hat mich im Dezember endlich dazu bewogen, Tourenskis zu kaufen; wollte ich eigentlich schon lange.

Und ich habe es kein bisschen bereut.

Alleine in der Natur, mit Muskelkraft einen Berg erklimmen und dann geschwind wieder runter. Es gibt schon arg viele Parallelen zum Velofahren. Nur die Füsse sind wärmer. Und das ist in diesem ewigen Winter 2020/21 doch schon mal eine Errungenschaft.

Als blutiger Anfänger habe ich mal die Hügel und Berge um Zürich entdeckt. Im Hochybrig das Biet und den Rütistein. Im hinteren Wägital den Rederten- und Mutteristock. Verrückt, was man selbst als Mountainbiker in der Nähe noch so alles entdecken kann.

Ich habe geübt mit Harscheisen umzugehen, zu meine Überraschung gelernt, dass man auch Skifelle wachsen bzw. imprägnieren muss. Und irgendwann werde ich die 100 verschiedenen Einstellungen der Fritschi-Bindung im Griff haben.

Ich hoffe mal, dass es nächste Saison noch ein wenig höher und weiter weg geht.