
platzspitz mit lettenwehr (foto: reda "redders" el-arbi)
heute haben wir im “blick am abend” ein bisschen bildungsjournalismus betrieben… für alle die sich fragen, wieso am zürcher platzspitz die zürcher flüsse sihl und limmat falsch mit “j” geschrieben werden.
Momentan stürzt am Platzspitz das Hochwasser der Limmat brodelnd über das Lettenwehr in die Sihl. Und wer genau hinschaut, stutzt. Am Ort, wo die beiden Flüsse zusammentreffen, prangen die Schilder «Ljmmat» und «Sjhl».
Hä? Haben wir in der Schule nicht aufgepasst? Auf der Suche nach einer Erklärung war selbst Sprachprofi Hans-Peter Schifferle überfragt: «Das muss eine grafische Spielerei sein», ist sich der Schweizerdeutsch-Experte und Idiotikon-Chefredaktor sicher. «Die beiden Flüsse schreibt man nicht mit ‹j›, sondern mit normalem ‹i›.»
Hilfe bekommen wir von Grün Stadt Zürich. «Die Schilder wurden zu Ehren von James Joyce aufgestellt», erklärt Amtsprecherin Anina Keller. Denn während seiner Zeit in Zürich war der Platzspitz der Lieblingsort des 1941 verstorbenen irischen Schriftstellers. Somit wäre die Herkunft der zwei «j» geklärt. Entworfen hat die Schilder 2004 der Bündner Künstler Hannes Vogel.
Bleibt noch die Frage, woher die Limmat ihren Namen hat. «Das ist ein Zusammenzug der Flüsse Linth und Maag, deren Wasser den Zürichsee speist», sagt Schifferle. Aus «Lindemagus» wurde über die Jahrhunderte «Limmat» – aber das spricht kein echter Zürcher so aus. «Ältere Limmattaler sagen ‹Limig›, sonst sagt man ‹Limet›.»
der Denkende 15:48 on 31. Aug 2010 Permalink |
Finde ich ja lustig.
Genau das gleiche gefühl habe ich auch immer, allerdings ist es natürlich fraglich ob es möglich ist auf facebook und twitter etwas zu verpassen. Und wenn auch, ich lebe ja trotzdem weiter…
Schlimmer fände ich es bei RSS-Feed’s, aber da dies bei flipboard nicht geht und ich paper.li noch nicht einmal angeschaut habe, störrt mich das nicht weiter.
Die Optische aufmachung finde ich ja eigentlich funny, aber wenn ich mir z.B. die Tagesanzeiger app (welche ich Genial an das iPad angepasst finde) anschaue, dann geht das noch lange nicht richtung Zeitung was da von flipboard kommt.
Fazit: Wers braucht der hats und der rest lässt es bleiben. ;)
durex_play 16:37 on 31. Aug 2010 Permalink |
wieder ein paar tools, die mich mit diesem social wahnsinn zupflastern. will ich das wirklich? nein. vielleicht leute, die ihren ipad auch ins näscht mitnehmen, ok, … aber normalsterblichen brauchen solchen quatsch nicht.