eigentlich ist es ja toll: bp-chef tony hayward gibt sich im neuen bp-video zur ölpest betont offen und redet schön in die kamera. wer aber genau hinschaut sieht – keine ölbilder. keine verreckten delphine, keine ölverklebten pelikane, keine verschmutzten strände. ts, ts…
schön wärs: fiktives schweizer plakat mit "tagi" & "blick am abend"
ok, vielleicht bin ich als journi ein bisschen sensibel in dieser beziehung. aber wieso bewirbt apple in der schweiz das ipad mit “spiegel online” drauf? in jedem anderen land schaffen sies, ein lokales medium zu wählen. liebe apple schweiz. ich habe oben mal für euch gefotoshöpplet, dürft ihr gerne übernehmen….
Tja, könnte das Codex-Projekt der Schweizer Verlage (& Swisscom) vielleicht der Grund sein?
Wobei, beim Marketing geht’s ja bekanntlicherweise nicht um die Realität, sondern um die Wahrnehmung. Mhhhhm
Stimmt, ist mir letztens auch aufgefallen.
Ob Apple was gegen die Schweizer Medienlandschaft hat? Oder einfach nicht weiss, dass die Schweiz auch Zeitungen und Zeitschriften besitzt? Keine Ahnung.
@urs & initcap: das problem ist, dass apple schweiz nichts zu sagen hat, wenns wichtig ist. die kampagne wird aus deutschland orchestriert… drum wirbt auch apple in österreich mit “spiegel online”.
bin froh, dass sie mit Spiegel online werben, oder kann sich jemand vorstellen, den Blick am Abend auf dem iPad zu lesen, wenn die New York Times, der Spiegel, die NZZ, wired ..(& infinity) ein Klick entfernt sind?
iPad & Blick am Abend: Das wäre dann ein typischer Zielgruppen-Fail..
hier mein artikeli aus dem dem “blick am abend” vom 14. mai 2010. computerlegende röbi weiss ist das apple-urgestein der schweiz. hier seine kultige präsentation des ersten macintosh im “karussell” im schweizer fernsehen vom 25. januar 1985:
Ich war auch mal Mac User. Ich hatte einen Mac LC als wohl viele Apple noch gar nicht kannten. Damals habe ich Bill Gates gehasst. Heute hasse ich Steve Jobs. Jobs wurde zu einem arroganten, kontrollgeilen [Schimpfwort]. Das ist nicht der Jobs, den ich kenne…
er ist quasi die vorhut der “düütschen” einwanderung. der letzte freund der fdp. die fleischgewordene pr-kompetenz. jedenfalls könnte dies meinen, wer den immer träfen klaus j. stöhlker am tv sieht.
leider scheint er sich auf seinen lorbeeren etws auszuruhen. gerade in der kernkompetenz seiner agentur, der public relation bin ich als erfahrener laie nicht immer von der erhabenheit seines schaffens überzeugt. da werden pressemitteilungen schon mal fotos in handyqualität beigelegt (kunde: alpamare), da gibt es wie heute auch sonderbare texte. insbesondere den zur “comparex”. und insbesondere den ersten satz. wer jetzt meint, der erste satz einer pressemitteilung muss den leser reinziehen, wird von stöhlker eines besseren belehrt:
Der unglaubliche Vorgang, dass 180 Mitarbeiter der Comparex Schweiz AG, einschl. der Geschäftsleitung, von der Bison Schweiz AG bzw. der Bison-Gruppe, an welcher auch die Fenaco Gruppe beteiligt ist, abgeworben und mit neuen Arbeitsverträgen ausgestattet wurden, ist in dieser Dimension einzigartig. mehr…
ein ellenlanger satz, wahrscheinlich durch stöhlkers leibblatt “nzz” inspiriert.
aber er ist noch in anderer linie unsinnig, suggeriert er doch dem leser, dass er hier eine vorgeschichte kennen müsste. tut er aber nicht. es ist erstens stöhlkers erste meldung zum thema. zweitens haben vom oben beschrieben vorgang im letzten monat genau zwei grössere zeitungen berichtet (4x “neue luzerner zeitung”, 1x “tages-anzeiger”). auch online kams nicht über die branchenmedien heraus.
nun ist es sicher interessant, dass eine firma der anderen die ganze belegschaft wegkauft. aber dann könnte man dies sicher auch interessant schreiben.
ps: die geschichte der comparex gibts zum nachlesen bei der computerworld.
Ein definitiv interessantes Intro ;-). Vor allem ist die Pressemeldung auch unglaublich aktuell, wenn computerworld schon im April darüber berichtet hat.
So wie Stöhlker und Mitarbeiter bloggen, käme ich nie auf die Idee, ihn im Zusammenhang mit Texten, die lesbar und verständlich sein sollen, zu beauftragen … :->
neu bei facebook: dunkelblau = fan, hellblau = kein fan.
beruhigend zu wissen, dass auch grosse firmen wie facebook patzen. und zwar beim neuen facebook-like-button, den man nun auf jegliche websites pflastern kann (wie auch ich hier unten rechts auf meinem blog).
irgendswie ist hier die bedienung falsch, den viele leute entfollowen sich wieder selber unbemerkt. grund: wenn man noch kein “liker” ist, ist der butten hellblau. man klickt. ist liker. und schon ist der button dunkelblau. UND DIES IST DER FEHLER: der button bleibt genau mit dem selben “like”-schriftzug bestehen. wenn man jetzt nicht ganz sicher ist, ob der compi den klick geschluckt hat und man zur sicherheit nochmals klickt, hat man sich selber wieder entfollowt.
was hier im kleinen passiert, ist vor allem im grossen ein problem. auf “blick.ch” hatten wir heute eine fan-box für die raserinitiative eingebettet. plötzlich bekamen wir ein telefon von roadcross: “bitte nehmt das ding runter!” auch hier haben sich bestehende user plötzlich unbemerkt entfollowt, weil sie nochmls auf den like-butten geklickt haben.
die haben in einem beitrag über facebook mein profilfoto gezeigt. nicht schlimm, war aber beim tv-gucken doch ein bisschen erstaunt, mich plötzlich am bildschirm zu sehen… http://www.flickr.com/photos/asautter/4560418162/
Das is schon ein bissl verwirrend mit like-button/like-box… Allerdings ist das “following/fan werden” bei einem “like-button” gar nicht möglich… dabei wird lediglich auf der Facebook Pinnwand eine Kurzinfo “user-xy likes/recommends beispielseite” hinterlassen…
halt, nicht auf die “zivity“-brüste starren. sondern weiter oben. damals, am 17. januar 2008 (vor über zwei Jahren), schrieb ich im “heute” über skyhook wireless und deren wlan-ortungstechnik (loki) – und war wahnsinnig begeistert.
so, nun will ich nicht sagen, der deutsche datenschützer müsse alle meine artikel im kopf haben – aber alle tassen schon. aufmerksame webuser haben mitbekommen, dass in deutschland nach der streetview-panik die polemik um die erfassung der wlan-standorte durch google losging. exemplarisch der ignorante bericht der “sueddeutschen“:
“Ich war schon überrascht”, sagte der Hamburger Landesbeauftragte für den Datenschutz, Johannes Caspar, der Süddeutschen Zeitung. Bei einem Treffen auf EU-Ebene habe Bundesdatenschützer Peter Schaar quasi nebenbei erfahren, dass Google die Autos, mit denen zurzeit Straßen und Häuser für den Online-Dienst Street View fotografiert werden, auch zu einem anderen Zweck nutze. Nämlich dazu, Daten über drahtlose Internet-Sender zu erfassen. Solch einen sogenannten Wlan-Router haben Millionen deutscher Internetnutzer zu Hause stehen…
die deutschen sind nicht nur das paranoidste volk, wenn es um daten geht, der oberste datenschützer peter schaar scheint auch keine ahnung der aktuellen technik zu haben – eine gefährliche mischung.
demo vom skyhook-chef (auch zwei jahre alt)
genau nach dem gleichen schema lief es beim schweizer datenschützer hanspeter thür ab. obwohl google streetview schon lange im ausland verfügbar war tat thür völlig überrrascht, als er bei der schweizer version doch einige gesichter und autonummern erkennen konnte.
liebe datenschützer, wir fordern von euch ein gewisses mass an professionalität – keinen populistischen aktivismus.
ps: wer die wlan-lokalisierung per laptop ausprobieren will, kann das bei loki.com tun.
[update 26.4.2010]
na bravo, jetzt ist auch “10vor10″ auf den fahrenden panik-zug aufgesprungen:
@dworni 13:40 on 04. Jun 2010 Permalink |
amen.