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Abt. Panikmache – Heute: “10vor10″

by Bö. Average Reading Time: about a minute.

Im letzten “10vor10″ produzierte unser Staatsfernsehen wieder mal ein paar verängstigte Handy-User. In einem Beitrag über die “Swiss Cyber Storm”-Sicherheitskonferenz gins um Sicherheitsrisiken auf Smartphones. Jedenfalls wurde das so von der Moderatorin angekündet – und steht immer noch so im Internet:

Smartphones – Handys, die mehr Computer als Telefon sind, geraten immer öfter ins Visier der Hacker. Wer heute mit Mobiltelefonen im Netz surft, Dinge kauft oder SMS schreibt, speichert Unmengen persönlicher Daten auf seinem Gerät. «10vor10» hat sich zeigen lassen, wie die Datendiebe vorgehen.

Aber schaut selbst:

10vor10 vom 13.05.2011

Leider gings dann nachher im Beitrag weder um Smartphones, noch um Hacker und auch nicht um Datendiebstahl. Das einzige um was es ging, war das fälschen von SMS-Absendern. Klar keine schöne Sache, aber schon lange bekannt und sicher nicht “neu”.

SMS sind das un-smartphonigste Feature ever! Bereits ab dem Jahr 2000 haben wir damals im “BLICK” übers SMS-Fälschen berichtet. Unten habe ich ein paar Artikel zusammengestellt.

Das einzige was heute “neu” ist, ist das mit derselben Masche jetzt auch Snack-Automaten mit SMS-Payment “geknackt” werden können. Das alleine hätte als Story vollkommen gereicht. Leider machte “10vor10″ mit all seinen Billag-Recherchegeldern schlicht Smartphone-Panikmache daraus.

Denn A) gab es im Beitrag keinen einzigen Beweis oder eine Erklärung, wie Smartphones “gehackt” werden können. Und B) sind mir aus meinem Bekanntenkreis auch keine entsprechenden Fälle bekannt. Klar haben viele Leute Daten etc. auf ihren Handys verloren – aber in allen Fällen waren es selbstverursachte Fehlmanipulationen (legendär, als Supporter R.S. alle 2000 Kontakte von People-Journi A.H. unwiderruflich zerstörte). Klar kann es hypothetisch möglich sein, ein Smartphone zu hacken. Aber deswegen muss man ja nicht gleich das gesamte Fernsehpublikum verunsichern.

Interessanterweise ist dies ja nicht nur mir aufgefallen, sondern auch einigen Twitter-Usern:

Und der “Nur-eine-Frage”-Blog fragt zurecht:

…denn SMS Spoofing ist uralt und hat nicht zwangsweise etwas mit Hackerangriffen auf Smartphones zu tun. Daher nur eine Frage: Haben Sie schon mal daran gedacht, dass IT-Sicherheitsfirmen Konferenzen gern nutzen, um mit kostenloser Werbung in die Medien zu kommen?

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