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Das 11er und die Cloud

by Bö. Average Reading Time: about 2 minutes.

Entgegen der landläufigen Meinung, Techjournis bekommen alles geschenkt, habe ich mir diese Woche das 11-Zoll MacBook Air gekauft. Endlich. Eigentlich wollte ich schon lange ein Netbook – aber wieso soll ich Windows in mein Mac-Universum einlassen?

Zuhause stehen schon iMac und Time-Capsule. Und bisher sass ich amigs mit einem 13er MBP auf dem Sofa. Total überpowert. Drum habe ichs jetzt natürlich sofort verkauft.

Nun liegt es also vor mir. Klein. Dünn. Silbrig. Und wird das 11er meine anderen Computer ersetzen? Nein. Natürlich nicht. Das weiss jeder. Nur ganz irre Zürcher Tageszeitungen machten diese Woche Tests in dieser Richtung… Das kleine Air ist ein Zweitcomputer. Muss ja. Wo sollen bei nur 64 GB Flash-Speicher meine Tonnen Fotos, Videos und meine iTunes-Bibliothek liegen? Genau. Auf dem iMac.

Schon nach einigen Tagen testen weiss ich, dass das Air zu 97% für alle meine Surf- und sonstigen Compi-Bedürfnisse ausreichen wird. Nicht nur aus Kostengründen habe ich mich bewusst für die schmale 64-GB-Version entschieden. Muss reichen. Und tuts glaub auch. Nach der Installation von OS X, iLife, iWork, Teilen der CS4-Suite (Photoshop usw.), Cyberduck und Tweetie sind immer noch über 40 GB Speicherplatz frei.

Hilfe kommt natürlich auch aus der Cloud. Facebook, Flickr, Twitter. Die meisten meiner Daten sind eh auf externen Servern gespeichert. Und nachdem ich privat Gmail schon seit 2004 nutze, sind wir diesen Monat im Büro auch auf Google-Apps umgestiegen. Dort habe ich sogar Zugriff auf mein E-Mail-Archiv der letzten 10 Jahre. Oder besser gesagt, hätte. Denn das importieren alter Outlook-.pst-Files ist eine Schwachstelle.

Dank Gmail und Google-Apps habe ich auch den E-Mail-Abruf über den Apple-Mail-Client nicht aktiviert. Das spart mir 8 GB unnötigen Datenballast. Momentan evaluiere ich noch, ob ich nicht doch Mailplane einsetzen soll.

Nach all der Lobhudelei noch drei kleine Negativpunkte zum Schluss. Erstens ist das 11er trotz Flashspeicher nicht 100%ig ruhig. Je nach Tätigkeit fängt der Lüfter hörbar an zu blasen. Zweitens ist die Akkuleisutng so schmalbrüstig, wie das 11er aussieht. Man kann der Batterieanzeige zusehen, nicht “praktisch”, sondern man kann, wie sie runterzählt. Und drittens finde ich Schade, dass Apple im Vergleich zur ersten Air-Generation die Tastaturbeleuchtung gekippt hat.

Kurz: Das 11er Air ist das iPad, das ich schon immer haben wollte. Eingedampfter Mac statt aufgeblasenes iPhone.

PS: Habe ich schon gesagt, dass die Datenübernahme via Timecapsule-Backup vom alten auf den neuen Mac wirklich genial ist?

2 comments on ‘Das 11er und die Cloud’

  1. Roman says:

    Ich will auch einen 11er Air, muss erst mein 13er MBP verkaufen. Ich sehe aber das Air als perfekten Erstcomputer wenn mann keine Hardcore Anwendungen braucht. Habe ihn am Freitag ausgetestet und ich finde in Hammerschnell. Alle Daten wie Fotos, Videos und Musik kommen auf eine NAS, da man sie eh kaum braucht müssen sie nicht immer lokal vorhanden sein.

  2. MacMacken says:

    @Benkö:

    Wie hilfreich ist das Speichern in der Cloud wirklich?

    Einerseits benötigst Du dafür zwingend eine Internet-Verbindungen und andererseits musst Du die lokale Datensicherung irgendwie sicherstellen. Lösungen wie Dropbox kannst Du ausserdem nicht verwenden, da diese eine lokale Speicherung der synchronisierten Daten voraussetzen.

    P.S.: Bloggst Du nun doch wieder? :)

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