die apple-zensurschere im kopf #iphone #ipad

"bild", seite 3, 6.3.10

für viele ist es die zukunft des online- bzw. printjournalismus: kostenpflichtige inhalte auf iphone und später ipad zu verkaufen. das ist schön. und die “bild”-app ein leuchtendes beispiel.

weniger schön ist, dass über den neuen distributionskanal eine neue zensurstelle in erscheinung tritt. im fall vom iphone ist dies apple. ein von us-moralvostellungen geleiteter multinationaler riese, der eben seinen appstore tausendfach entsext hat.

dass “bild” seine pdfs für iphone “schönt” ist zwar nicht neu, doch bei jedem anblick wieder befremdlich. aktuellstes beispiel ist die dritte seite der “bild”-samstagsausgabe. da sind harmlose nackedeis geschwärzt. bei der berichterstattung übers haiti-erdbeben wurde auch die bergung von leichen gebälklet.

wohlgemerkt, wir reden hier nicht davon extreme pornographie oder sonstige schweinereien zu zeigen. meiner meinung nach sollte aber die entscheidungshoheit über was gezeigt wird beim chefredaktor einer zeitung liegen. und nicht irgendwo in cupertino.

ps: und das problem sind nicht die schwarzen stellen im pdf. sondern die prophylaktisch nicht erschienen artikel.

pps: hier noch ein amüsanter comic zum thema: