wie blauäugig ist der datenschützer? #streetview

heute abend forderte der eidg. datenschützer hanspeter thür google auf, streetview abzuschalten – weil doch einige gesichter und autonummern zu erkennen sind.

noch am dienstag gab er für die aufschaltung des dienstes grünes licht und hielt auf einer eigens eingerichteten webseite fest:

Die Fahrzeuge von Google fotografieren zwar ganze Strassenzüge, aber nicht mit dem Ziel, Personen oder Autokennzeichen ins Netz zu stellen. Daher werden die Bilder nach der Aufnahme anonymisiert. Dies bedeutet, dass Google die Gesichter von fotografierten Personen genauso wie Autonummern unkenntlich macht, bevor die Bilder im Netz veröffentlicht werden. Für die Veröffentlichung eines Bildes von Ihnen müssten zwei Zufälle zusammentreffen: Erstens müssten Sie genau dann auf der Strasse spazieren gehen, wenn das Kamera-Auto von Google durch die Strassen fährt und Aufnahmen macht, und zweitens müsste aufgrund eines technischen Fehlers die Anonymisierungssoftware gerade in Ihrem Fall nicht funktionieren. Diese beiden Faktoren dürften nur in seltenen Fällen zusammenfallen; dann haben Sie natürlich immer die Möglichkeit, bei Google Inc. Ihr Löschugnsrecht einzufordern.

hallo? also ich persönlich habe ja nix dagegen, wenn mich jeder löli im netz erkennt. allerdings ging thür da recht blauäugig an diesache, wenn ihm denn so viel an der privatsphäre liegt. schliesslich sind aus dem ausland (wo es streetview schon länger gibt)  zig fälle bekannt, wo der datenschutz nicht funktionierte. jetzt der fehlenden anonymität hinterherzuheulen dünkt mich reichlich populistisch.