ich weiss ja nicht, wies euch geht – aber meine neue e-mail-aufmerksamkeits-spanne ist iphone-sei-schuld auf die grösse von 4×1 cm geschrumpft. so gross sind absender, betreff und 2 textzeilen in der mail-übersicht des iphones. was ich auf diesem knappen platz nicht schnalle, wird (meistens) gelöscht… (sorry panasonic und sony [und twitter-dm]).
nach dem pr-blabla von gestern wird heute ganz abstrus. heute informierten datenschützer und google beide über das ergebnis der streetview-gespräche. wer findet den unterschied?
klar. version datenschützer:
Google verspricht die rasche Abklärung von Verbesserungen
Der EDÖB hat sich gestern und heute mit Vertretern von Google Inc. getroffen, um die anstehenden Probleme im Zusammenhang mit Google Street View zu besprechen. Die Delegation hat zugesichert, innert Wochenfrist abzuklären, ob und inwieweit rasch Verbesserungen des Produkts realisiert werden können. Der EDÖB erwartet konkrete Vorschläge,wird diese beurteilen und das Ergebnis bekannt geben. Google verpflichtet sich, vorläufig keine weiteren Gebiete mehr aufzuschalten.
unklar. version google:
Aktuelles Statement von Google
„Wir hatten gestern und heute konstruktive Gespräche mit dem Eidgenössischen Datenschutzbeauftragten Hanspeter Thür und freuen uns darauf, den Dialog fortzusetzen. Wir haben uns verpflichtet, mit dem Eidgenössischen Datenschutzbeauftragten zusammenzuarbeiten, um ihm die Wirksamkeit unserer Verwischungstechnologie zu zeigen und seine weiteren Bedenken zu besprechen. Seit dem Launch in der letzten Woche haben wir einen Anstieg des Nutzungsvolumens von 80% erlebt, was die Popularität dieser Funktion bei der Schweizer Bevölkerung zeigt. Wir ermutigen jedermann, der ein Bild findet, in dem er weitere Verwischungen für nötig hält, unser leicht zugängliches Reporting-Tool zu benutzen. Klicken Sie einfach auf „Ein Problem melden“ am unteren linken Rand des Street View-Bildes und füllen Sie das kurze Formular aus.“
google scheint sich der anderen kalifornischen techfirma anzugleichen, die sich mehr durch coole produkte und weniger durch eine offene kommunikationsstrategie auszeichnet.
natuerlich ist schade, dass sich google-schweiz-pr-chef in zeiten von googles groesstem pr-debakel (street view) gerade in london befindet und sein stv. jetzt ran muss.
dass dieser heute keine zeit hatte meine journi-fragen zu beantworten, ist mir auch klar (schliesslich war er gerade mit dem eidg. datenschützer hanspeter thuer am reden). dass ich aber auf die frage, ob, wann und wo denn das treffen mit thuer stattfand diese lapidare antwort von googles pr-agentur erhalte, verstehe ich nicht:
Peter Fleisher, Googles Global Privacy Counsel sagte: “Wir freuen uns auf das Gespräch mit dem EDÖB, um uns seine Bedenken anzuhören und diese zu zerstreuen, indem wir erneut demonstrieren, wie wir die Privatsphäre in Street View schützen. Seit dem Launch in der letzten Woche hat sich das Produkt als sehr populär bei der Schweizer Bevölkerung erwiesen. Es war ein 80%-iger Anstieg des Nutzungsvolumens bei Google Maps zu verzeichnen sowie eine kleine Zahl von Bitten um die Löschung von Bildern.“
Ein Google-Sprecher sagte: „Um es in den richtigen Zusammenhang zu stellen: Wir haben angesichts der Millionen von Bildern in Street View in der Schweiz sehr wenige Bitten um Entfernung von Bildern erhalten. In den Fällen, in denen die Entfernung oder weitere Verwischung verlangt, wurde, hat sich gezeigt, dass die Technologie sehr wirkungsvoll arbeitet. In den meisten Fällen wurden die Bilder innert Stunden entfernt.“
liebe agentur. das ist keine angriff. jede andere agentur jeder anderen firma schwurbelt auch so. bei google erwartet mans einfach cooler. schliesslich kommunizieren die ja in usa auch ueber zig laessige blogs. (z. b. googleblog)
so verwundert auch nicht, dass am nachmittag nach dem treffen mit thuer folgende meldung reinflatterte:
Untenstehend finden Sie das Statement zum Gespräch von Google mit dem Eidgenössischen Datenschutzbeauftragten, Hanspeter Thür, das heute in Bern stattfand.
Ein Google-Sprecher sagte: „Es gab einen guten Gedankenaustausch mit dem Eidgenössischen Datenschutzbeauftragten Hanspeter Thür. Wir freuen uns auf weitere Gespräche, um unsere branchenweit führenden Anwendungen zum Schutz der Privatsphäre demonstrieren zu können. Seit dem Launch in der letzten Woche haben wir einen Anstieg des Nutzungsvolumens von 80% erlebt, was die Popularität dieser Funktion bei der Schweizer Bevölkerung zeigt.“
Tja, irgendwie argumentiert Google frei nach dem Leitsatz: Der Zweck heiligt die Mittel. Aber nun ist das Kind mal in den Brunnen gefallen, und da sollte Google es schläunigst herausholen, richtig säubern, trocken rubbeln, und dann erst wieder auf die Strasse zum Spielen schicken. Und nicht einfach nur mit Plattitüden demonstrieren, wie das Kind ohne Makel aussehen würde, sollte, könnte.
Ich finde ja auch, StreetView hat seinen Reiz, die Technologie ist knuffig, aber Abmachung ist Abmachung, und die will der Suchmaschinengigant dem armen Herrn Thür wohl in weiteren Gesprächen schnellstens wieder ausreden.
Ok, find ich auch nicht so nett von Google aber der liebe Herr Thür hat ja wohl auch einen an der Waffel. Streetview wieder abschalten? Hallo? Hat er mich da auch gefragt, ich finde das nämlich cool. Die Software um die Gesichter zu verwischen mag noch nicht perfekt sein aber alle die jetzt rumschreien von wegen Datenschutz haben bestimmt ein Facebook Profil und veröffentlichen dann da alles was wir gar nicht wissen wollen. Darum: lasst mir Streetview ja eingeschaltet und Herr Thür: kümmern Sie sich doch bitte um wichtigeres. @Google: bitte etwas netter mit den Journis kommunizieren, sonst sind die dann auch nicht mehr nett.
heute abend forderte der eidg. datenschützer hanspeter thür google auf, streetview abzuschalten – weil doch einige gesichter und autonummern zu erkennen sind.
noch am dienstag gab er für die aufschaltung des dienstes grünes licht und hielt auf einer eigens eingerichteten webseite fest:
Die Fahrzeuge von Google fotografieren zwar ganze Strassenzüge, aber nicht mit dem Ziel, Personen oder Autokennzeichen ins Netz zu stellen. Daher werden die Bilder nach der Aufnahme anonymisiert. Dies bedeutet, dass Google die Gesichter von fotografierten Personen genauso wie Autonummern unkenntlich macht, bevor die Bilder im Netz veröffentlicht werden. Für die Veröffentlichung eines Bildes von Ihnen müssten zwei Zufälle zusammentreffen: Erstens müssten Sie genau dann auf der Strasse spazieren gehen, wenn das Kamera-Auto von Google durch die Strassen fährt und Aufnahmen macht, und zweitens müsste aufgrund eines technischen Fehlers die Anonymisierungssoftware gerade in Ihrem Fall nicht funktionieren. Diese beiden Faktoren dürften nur in seltenen Fällen zusammenfallen; dann haben Sie natürlich immer die Möglichkeit, bei Google Inc. Ihr Löschugnsrecht einzufordern.
hallo? also ich persönlich habe ja nix dagegen, wenn mich jeder löli im netz erkennt. allerdings ging thür da recht blauäugig an diesache, wenn ihm denn so viel an der privatsphäre liegt. schliesslich sind aus dem ausland (wo es streetview schon länger gibt) zig fälle bekannt, wo der datenschutz nicht funktionierte. jetzt der fehlenden anonymität hinterherzuheulen dünkt mich reichlich populistisch.
Ich finde nicht, dass Thür aufgrund der Probleme in anderen Ländern Street View hätte präventiv verbieten sollen. Das wäre unfair, da Google hoffentlich dran ist, diese automatische Anonymisierung ständig zu verbessern. Jetzt Google aufzufordern, das Versprechen bezüglich Anonymität einzuhalten, ist aber nötig und sinnvoll.
Jetzt bin ich etwas verwirrt! Im Blick am Abend und im Blick wurde doch bzgl. Google Street View ausführlich den Big Brother beschworen mit Titeln wie “Google weiss, wo du wohnst!”, “Dieses Google-Auto spioniert Sie aus!”, “Ab heute spannert Google mit”, “Big Brother knipst für Google” etc., inklusive Screenshots von erkennbaren Gesichtern und Autonummern. Und jetzt ist der Datenschützer “naiv”, wenn er dieselben Bedenken äussert wie ihr. Das verstehe ich nicht.
So wie Herr Merz, der gesamte Bundesrat, Politik und Wirtschaft, ist mittlerweile auch der Datenschützer mehr als nicht mehr glaubwürdig. Alles rückgratlose Hampelmänner die die Fahne in den Wind hängen, der grade weht…
Ich seh’ das ähnlich wie Matthias. Es ist eine Gratwanderung zwischen «sich dem neuen Produkt nicht querstellen» und «sicherstellen der Persönlichkeitsrechte». Eigentlich erklärt uns der EDÖB auf dieser Seite ja nur die Auflagen an Google…
Ein hallo? sehe ich eher darin, dass Google den Persönlichkeitsschutz ausschliesslich technologisch sicherstellt. Das mag ein erster Vorlauf sein, aber wenn es um Persönlichkeitsrechte geht (welche Google nach eigener Aussage respektiert), gehört doch immer noch ein Mensch hinter den Bildschirm.
Last but not least: Wenn Google technologisch in der Lage ist Gesichter zu anonymisieren, dann muss Google auch in der Lage sein, Gesichter als solche zu erkennen (sonst kann ja nichts anonymisiert werden). Bezüglich Gesichtserkennung erwartet uns in naher Zukunft wohl noch so einiges..
ich bin immer noch ein mann ohne vergangenheit. meine geschätzten 3500 tweets sind weg – sehe nur noch 119. alles vor dem 31. juli ist futsch. scheice! fände ich twitter nicht so cool, würde ich ab jetzt nur noch meinen facebook-status updaten. hilfeee!
Twitter und Bö nennt man ja inzwischen im gleichen Atemzug. Ich find es ja nach wie vor unnötig, doof und mach nur aus Massendruck mit :P Und es auch mit Rouges Worten zu zitieren: Twitter ist wirklich sheice.
Jetzt werden Drittfirmen anfangen, Backuplösungen für Twitter zu verkaufen (allerdings gibt’s schon so einen Dienst – was dir im Nachhinein nicht wirklich hilft zu wissen)…
mir gehts ähnlich.. sehe keine tweets mehr in der timeline.. die nachrichten sind anscheinend noch alle da, aber eben.. sehe nix mehr im news feed.. so macht twitter einfach kein sinn.. schade..
Gibt irgendwo ein Script/Service/weissichwas, der die Tweets zu Delicious speichert. Kann ja aber nicht die Lösung sein. Nun, die Twitter-Jungs habens extrem nicht im Griff. Da gebe ich dir recht.
bis vor kurzem habe ich gemeint streetview gäbe es nur auf android-handys – funzt aber auch auf dem iphone wunderbar. unten ein erklärungsvideo von benny “slug” rüegg und mir:
Mättu 15:12 on 25. Aug 2009 Permalink |
Wenn man Google ein Problem mit Stree View melden will kommt folgende Fehlermeldung:
Server Error
The server encountered an error and could not complete your request.
If the problem persists, please report your problem and mention this error message and the query that caused it.