
gespräch mit sunrise-chef brand im zürcher hotel schweizerhof. im bild: gewinnunterschied zw. swisscom und sunrise (19.2.09)
zum glück ist das thema glasfaser so kompliziert. sunrise muss wahscheinlich noch diverse leckere essen organisieren, bis wir journis das thema schnallen. aber der reihe nach.
heute abend lud sunrise zum zweiten “profitalk” zum thema glasfaser (diesmal mit professor schips).
hier will einen sunrise-chef brand persönlich bei feinem essen* überzeugen, wie falsch es momentan im schweizer telefonmarkt läauf. er spricht wie gross der gewinn von swisscom ist, und wie klein der von sunrise. er verteufelt swisscoms monoporente und dass sie auf längst abgeschriebene kabelschächte horrende mietpreise verlangen. und er nervt sich, dass es zwar regulierung auf dem kupfekabel gibt, nicht aber auf der zukunftstechnologie glasfaser – und die schweiz hier blindlings ins nächste monopol rennt. und darum habe auch kein anderer investor mehr lust, neben der übermacht swisscom zu investieren. zudem sei es ein blödsinn, dass swisscom mehrere getrennte fasern in die wohnungen ziehen will. so schliesse man konkurrenz à la sunrise aus und mache alles teurer. laut sunrise genüge eine.
und irgendwie möchte man brand ja glauben, weil alles so plausibel klingt. auch, weil er vom berühmten professor schips unterstützt wurde. auch der findet wettbewerb zwar gut, bei den glasfasernetzen aber ein volkswirtschaftlicher unsinn. besser wäre es, wenn alle provider und der staat die von brand geforderte “kabel und schacht ag” gründen – und dann auf dem selben netz je ihre dienste anbietet.
sodeli, und jetzt warte ich, bis swisscom mir bei noch feinerem essen ihre position erläutert.
ps: das heutige urteil beim bitstromzugang gegen swisscom habe laut sunrise keine direkten preisvorteile für die kunden. sunrise hofft aber so, die tieferen preise als druckmittel beim normalen adsl zu verwenden.
*es gab zürigschnätzlets mit rösti
update: auch weltwoche-kolumnist bodenmann schrieb jetzt zum thema.
Grossvater 23:50 on 23. Feb 2009 Permalink |
Haha, ich wusste dass Du meine Aussage wegen “diesen Monat” nageln würdest. Nun, ich danke für die Blumen und die Promotion.
Grundsätzlich wirds keine Swisstweets-Kopie, vielmehr eine Gwundermaschine der Schweizer Twitterszene. Gewisse Funktionen sind sicher ähnlich, andere gar nicht.
Im Moment secklet da ein ein Geissenpeter von Älggi aus (geografischer Mittelpunkt der Schweiz) das Tal hinunter und reist nun bis Ende dieser Woche von Tür zu Tür. Was er dann alles in sein Bündeli gepackt hat, verrate ich noch nicht.
Grossvater
Patrick 00:11 on 24. Feb 2009 Permalink |
ist das jetzt eine art plagiat oder was? ;-) die kuh ist echt nett, die zeige ich morgen meinen kindern.